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Energieberatung aus der Praxis
Jede Immobilie ist anders. Deshalb beginnt eine gute Energieberatung nicht mit einer Standardlösung, sondern mit einer individuellen Betrachtung des Gebäudes, seiner Nutzung und der Ziele der Eigentümer.
Auf dieser Seite zeige ich ausgewählte Projekte und Beispiele aus meiner Beratungspraxis. Dabei geht es nicht nur um das Ergebnis, sondern vor allem um die Frage: Welche Lösung war für dieses Gebäude sinnvoll – und warum?
Komplettsanierung eines Einfamilienhauses
Eine junge Familie hat ein freistehendes Einfamilienhaus aus den 1970er-Jahren übernommen und für die eigenen Wohnbedürfnisse umfassend modernisiert. Im Mittelpunkt standen die energetische Verbesserung des Gebäudes, ein höherer Wohnkomfort und die Schaffung zusätzlichen Wohnraums.
Im Rahmen der Sanierung wurden unter anderem die Fenster und Außentüren erneuert, die Dachflächen schrittweise gedämmt, die bestehende Ölheizung durch eine Pelletheizung ersetzt und eine Fußbodenheizung nachgerüstet. Ergänzt wurde das Konzept durch eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher.
Das freistehende Einfamilienhaus aus dem Jahr 1975 verfügt über eine Wohnfläche von rund 185 m² und wurde in Holzständerbauweise errichtet. Nach vielen Jahren als Zuhause eines Ehepaares stand im Zuge eines Eigentümerwechsels eine umfassende Modernisierung an.
Die neuen Eigentümer wollten das Gebäude für ihre junge Familie zukunftssicher gestalten und energetisch umfassend sanieren. Ziel war es, den Wohnkomfort zu erhöhen, den Energieverbrauch langfristig zu reduzieren und die Immobilie technisch und energetisch an die heutigen Anforderungen anzupassen.
Im ersten Schritt wurde der energetische und bauliche Zustand des Gebäudes umfassend betrachtet. Im Mittelpunkt standen dabei die Fragen: Wo liegen die energetischen Schwachstellen des Gebäudes und welche Maßnahmen bieten das größte Potenzial für eine nachhaltige Verbesserung?
Ein zentrales Ziel war der Austausch der bestehenden Ölheizung. Gleichzeitig wünschten sich die neuen Eigentümer den höheren Wohnkomfort einer Fußbodenheizung. Daher wurde untersucht, wie sich ein neues Heizsystem sinnvoll mit der energetischen Sanierung des Gebäudes und den erforderlichen Heizflächen verbinden lässt.
Neben den energetischen Anforderungen spielte auch die zukünftige Nutzung eine wichtige Rolle. Die vorhandene Galerie sollte überbaut und dadurch zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden. Die geplante architektonische Veränderung wurde deshalb von Beginn an in die energetische Sanierungsplanung einbezogen.
Ziel war es, Gebäudehülle, Heizsystem und Grundriss nicht isoliert zu betrachten, sondern zu einem schlüssigen Gesamtkonzept für die zukünftige Nutzung des Hauses zu verbinden.
Die energetische Sanierung wurde in mehreren aufeinander abgestimmten Schritten umgesetzt. Ziel war es, das Gebäude energetisch und technisch zu modernisieren und gleichzeitig die Maßnahmen an die finanziellen Möglichkeiten der Eigentümer anzupassen.
Die bestehende Ölheizung wurde durch eine Pelletheizung ersetzt. Nach Prüfung der möglichen Heizsysteme entschieden sich die Eigentümer bewusst gegen eine Wärmepumpe und für eine Pelletheizung, die ihren persönlichen Vorstellungen und Anforderungen entsprach.
Für den gewünschten Wohnkomfort wurde eine Fußbodenheizung nachgerüstet. Dazu wurde der vorhandene Estrich aufgefräst und die Fußbodenheizung in den bestehenden Bodenaufbau integriert. Als neuer Oberbelag wurde anschließend Vinyl verlegt.
Die vorhandenen Fenster und Außentüren wurden aufgrund ihres Alters ebenfalls erneuert. Dadurch konnten sowohl der Wohnkomfort als auch der energetische Standard des Gebäudes verbessert werden.
Auch die Dachsanierung wurde in mehreren Schritten umgesetzt. Zunächst wurde das Dach von innen energetisch verbessert. Aus finanziellen Gründen wurde die weitergehende Dämmung der Dachfläche von außen erst rund zwei Jahre später umgesetzt. Im Zuge dieser zweiten Bauphase wurden zusätzlich neue Dachflächenfenster eingebaut und eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher installiert.
Durch die schrittweise Umsetzung konnten die Sanierungsmaßnahmen an die finanziellen Möglichkeiten der Eigentümer angepasst werden, ohne das langfristige energetische Gesamtkonzept aus den Augen zu verlieren. So entstand Schritt für Schritt ein energetisch und technisch modernisiertes Einfamilienhaus, das an die Bedürfnisse der jungen Familie angepasst wurde.
Dachsanierung Reihenmittelhaus
Energetische Dachsanierung und zusätzlicher Wohnraum wurden bei diesem Reihenmittelhaus aus den 1960er-Jahren miteinander verbunden. Neben der Verbesserung der Gebäudehülle stand insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie sich die geplante Wohnraumerweiterung mit zwei Gauben sinnvoll in ein ganzheitliches Sanierungskonzept integrieren lässt.
Das Reihenmittelhaus aus dem Jahr 1964 verfügt über rund 140 m² Wohnfläche und wird seit etwa sechs Jahren von einer Familie bewohnt. Das Dach war mit Eternitplatten gedeckt und wies hinsichtlich Dämmung und energetischer Qualität deutlichen Modernisierungsbedarf auf.
Die Fenster des Gebäudes waren bereits von den vorherigen Eigentümern erneuert worden. Aufgrund der für ein Reihenmittelhaus typischen, vergleichsweise geringen Fassadenflächen lag der Schwerpunkt der geplanten energetischen Maßnahmen auf dem Dach.
Im Zuge der ohnehin erforderlichen Dachsanierung sollte das Dachgeschoss gleichzeitig zu zusätzlichem Wohnraum ausgebaut werden. Die geplante Maßnahme bot damit die Möglichkeit, energetische Verbesserung und Wohnraumerweiterung sinnvoll miteinander zu verbinden.
Die Familie wünschte sich eine möglichst ökologische und nachhaltige Dämmung des Daches. Daher wurde gemeinsam ein Sanierungskonzept entwickelt, bei dem neben der energetischen Qualität auch die Materialwahl und die zukünftige Nutzung des Dachgeschosses berücksichtigt wurden.
Für die Dachkonstruktion wurde eine Kombination aus Holzfaser-Aufsparrendämmung und Zellulose-Einblasdämmung vorgesehen. Damit sollte eine leistungsfähige Dämmung erreicht und gleichzeitig der Wunsch der Familie nach überwiegend nachwachsenden bzw. ressourcenschonenden Dämmstoffen berücksichtigt werden.
Im Zuge der Dachsanierung wurde außerdem eine neue Dacheindeckung mit Tonziegeln geplant. Eine Photovoltaikanlage wurde zunächst nicht umgesetzt, da das Budget der Familie zum Zeitpunkt der Sanierung dafür nicht ausreichte. Die Dachplanung wurde jedoch so konzipiert, dass eine spätere Nachrüstung einer Photovoltaikanlage möglich blieb. Eine PV-Pflicht bestand zum Umsetzungszeitpunkt noch nicht.
Das Dach wurde energetisch umfassend saniert und mit einer Kombination aus Holzfaser-Aufsparrendämmung und Zellulose-Einblasdämmung gedämmt. Die vorhandene Eternitdeckung wurde durch eine neue Dacheindeckung aus Tonziegeln ersetzt.
Gleichzeitig wurde das Dachgeschoss im Zuge der Sanierung zu zusätzlichem Wohnraum ausgebaut. Damit konnten die energetische Verbesserung der Gebäudehülle und die Erweiterung der Wohnfläche in einem Bauabschnitt miteinander verbunden werden.
Auf eine Photovoltaikanlage wurde zunächst aus Budgetgründen verzichtet. Durch die entsprechende Planung des Daches konnte diese zu einem späteren Zeitpunkt nachgerüstet werden. Die Familie hat diese Möglichkeit inzwischen genutzt und eine Photovoltaikanlage installiert.
So konnte die Sanierung entsprechend den finanziellen Möglichkeiten der Familie schrittweise umgesetzt und gleichzeitig die Grundlage für eine spätere Nutzung erneuerbarer Energien geschaffen werden.
Schrittweise Sanierung eines Reihenendhauses
Bei der Übernahme eines Reihenendhauses aus den 1960er-Jahren stand eine junge Familie vor der Herausforderung, das Gebäude mit begrenztem Budget energetisch und komfortabel zu modernisieren. Der erste Sanierungsschritt konzentrierte sich auf Heizung und Fenster – mit dem Ziel, die späteren Maßnahmen bereits mitzudenken.
Das Reihenendhaus aus dem Jahr 1966 wurde von einer Familie übernommen und sollte schrittweise an die eigenen Wohnbedürfnisse angepasst werden. Da zunächst nur ein begrenztes Budget für die Sanierung zur Verfügung stand, war eine sinnvolle Priorisierung der Maßnahmen besonders wichtig.
Das Gebäude wies typische Schwachstellen der Bauzeit auf. Dazu gehörten unter anderem ungedämmte Heizkörpernischen und Rollladenkästen, über die Wärmeverluste entstanden. Gleichzeitig bestand der Wunsch nach moderneren Fenstern und einer zeitgemäßen, komfortablen Beheizung des Hauses.
Aufgrund des begrenzten Budgets wurde eine schrittweise Sanierungsstrategie entwickelt. Im ersten Schritt sollten die alte Ölheizung und die Fenster erneuert werden. Dabei war es besonders wichtig, die neue Heizungsanlage nicht nur für den aktuellen Gebäudezustand auszulegen, sondern bereits die geplanten zukünftigen Sanierungsmaßnahmen zu berücksichtigen.
Parallel wurden die konstruktiven Schwachstellen im Bereich der Heizkörpernischen und Rollladenkästen betrachtet. Die geplante Dämmung dieser Bereiche sollte die Wärmeverluste reduzieren und gleichzeitig die Voraussetzungen für eine komfortable und effiziente Wärmeverteilung verbessern.
Auch die Gestaltung der Fenster wurde in die Planung einbezogen. Teilweise sollten vorhandene Fenster durch bodentiefe Elemente ersetzt werden. Dadurch waren gleichzeitig Anpassungen an der Position der Heizkörper erforderlich.
Im ersten Sanierungsschritt wurden die Fenster erneuert und die Heizungsanlage ausgetauscht. Die neue Luft-Wasser-Wärmepumpe wurde bereits auf die zukünftig geplanten energetischen Verbesserungen des Gebäudes abgestimmt, sodass die weiteren Sanierungsschritte später sinnvoll darauf aufbauen können.
Durch das Entfernen der Öltanks wurde im Keller weiterer Raum für die Nutzung als Waschkeller geschaffen.
Die vorhandenen Rollladenkästen wurden gedämmt, um energetische Schwachstellen der bestehenden Konstruktion zu reduzieren.
Im Zuge des Fenstertauschs wurden teilweise bodentiefe Fenster eingebaut. Dafür mussten die Heizkörper an mehreren Stellen versetzt und die Wärmeverteilung entsprechend angepasst werden.
Damit konnte trotz des zunächst begrenzten Budgets ein sinnvoller erster Sanierungsschritt umgesetzt werden, der sowohl den Wohnkomfort als auch die energetische Qualität des Hauses verbessert und gleichzeitig die Grundlage für weitere Sanierungsmaßnahmen schafft.
Zukünftig steht eine Dachsanierung, sowie die Dämmung der Kellerdecke an.
Was eine gute Energieberatung ausmacht
Eine erfolgreiche Sanierung beginnt nicht mit dem Kauf einer bestimmten Heizung oder Dämmung. Sie beginnt mit einer guten Analyse des Gebäudes.
In meiner Beratung betrachte ich deshalb nicht einzelne Maßnahmen isoliert, sondern die Immobilie als Gesamtsystem. Gebäudehülle, Heizung, Warmwasser, Lüftung, erneuerbare Energien und mögliche Fördermittel müssen zusammen betrachtet werden.
Dabei ist mir wichtig, dass Sie nicht nur eine technische Empfehlung erhalten, sondern verstehen, warum eine bestimmte Maßnahme sinnvoll ist und welche Alternativen es gibt.
So können Sie Investitionsentscheidungen auf einer fundierten Grundlage treffen.